So waren wir also nach der Einweisung auf uns allein gestellt. Wir erhielten noch den Tipp, dass die größten Erfolgsaussichten zur Zeit mit dem leichteren Ostsee-Besteck zu verzeichnen seien, also die feineren Ruten mit Pilkern um die 50 bis 60 Gramm. Nun denn, frisch ans Werk!
Unser größter Traum war es vor Beginn der Reise, dass es hoffentlich Einem von uns gelänge, einen Fisch von über einem Meter zu fangen. Gleich vornweg – ausgeträumt, es gelang uns nicht. Weiterhin hatten wir einen kleinen Wettbewerb veranstaltet und für den Gewinner einen Preis ausgelobt: Wer den größten hat, braucht nichts zu zahlen! Alles klar? Für die, die nur schmutzige Gedanken hegen: Wer den größten Fisch fängt (Länge x Gewicht), wird auf der Heimreise zum Abendessen von den anderen eingeladen. And the winner is – Die Meisterhand! Denner hat sich den Pott geholt. Glückwunsch nochmal an dieser Stelle!
Und so haben wir die nächsten Tage mal mehr mal weniger erfolgreich gefangen. In diesem Jahr ist viel Seelachs in die Truhe gekommen, aber eben auch Dorsch und Leng. Viel Dorsch haben wir wieder ins Meer zurückgesetzt, weil er das Schonmaß nicht erreicht hatte. Allgemein konnten wir feststellen, dass wir mit Naturködermontagen nicht so erfolgreich wie beim Pilken waren, doch letzten Endes haben wir etwa genauso viel gefangen, wie zwei Jahre zuvor.