Die neuen Reisen des Heiko R. …………………………. respektive: zu Hause sterben die meisten Leute

Dienstag, 27. Juni 2006

Jagdeindrücke und Anglerlatein – II

Einsortiert unter: Norwegen — heikounterwegs @ 23:22

So waren wir also nach der Einweisung auf uns allein gestellt. Wir erhielten noch den Tipp, dass die größten Erfolgsaussichten zur Zeit mit dem leichteren Ostsee-Besteck zu verzeichnen seien, also die feineren Ruten mit Pilkern um die 50 bis 60 Gramm. Nun denn, frisch ans Werk!

Unser größter Traum war es vor Beginn der Reise, dass es hoffentlich Einem von uns gelänge, einen Fischjd520033.JPG von über einem Meter zu fangen. Gleich vornweg – ausgeträumt, es gelang uns nicht. Weiterhin hatten wir einen kleinen Wettbewerb veranstaltet und für den Gewinner einen Preis ausgelobt: Wer den größten hat, braucht nichts zu zahlen! Alles klar? Für die, die nur schmutzige Gedanken hegen: Wer den größten Fisch fängt (Länge x Gewicht), wird auf der Heimreise zum Abendessen von den anderen eingeladen. And the winner is – Die Meisterhand! Denner hat sich den Pott geholt. Glückwunsch nochmal an dieser Stelle!

Und so haben wir die nächsten Tage mal mehr mal weniger erfolgreich gefangen. In diesem Jahr ist viel Seelachs in die Truhe gekommen, aber eben auch Dorsch und Leng. Viel Dorsch haben wir wieder ins Meer zurückgesetzt, weil er das Schonmaß nicht erreicht hatte. Allgemein konnten wir feststellen, dass wir mit Naturködermontagen nicht so erfolgreich wie beim Pilken waren, doch letzten Endes haben wir etwa genauso viel gefangen, wie zwei Jahre zuvor.

Sonntag, 25. Juni 2006

was so alles unter die Räder kommt

Einsortiert unter: Norwegen — heikounterwegs @ 21:31

Wer zum Angeln nach Norwegen fährt, der weiß, dass das ganz schnell in einer Materialschlacht enden kann. Der felsige Meeresboden lädt förmlich dazu ein, gleich am ersten Tag so rein pauschal einen halben Angelkasten samt Inhalt an einer schnuckeligen Stelle zu versenken. Denn dass Montagen abreißen oder festgehangene Pilker verloren gehen, das ist so gut wie sicher. Soweit normal. Aber was Basti und Jörg passiert ist, scheint wirklich nicht alltäglich zu sein. Ich weiß gar nicht mehr an welchem Tag es war, wir fuhren alle zusammen gerade hinaus, als Basti und Jörg mit ihrem Boot plötzlich zurückfielen und Basti ganz komisch am Motor herumfummelte. Er als Jörg per Funk rief “Wir haben den Motor verloren!” wcimg2682.JPGar uns klar, das war ein bisschen mehr als eine kleine Havarie. Zum Glück hat Basti geistesgegenwätig noch zum Benzinschlauch gegriffen, der ist zum Glück nicht gerisssen, konnte so den Motor packen und ihn zurück ins Boot hieven.

Was war passiert? Die Schrauben, die den Motor am Boot festhalten, waren nicht gesichert und hatten sich durch die Vibration gelöst… Das Bild zeigt Basti und Jörg, wie sie im Hafen den Motor wieder anbauen. Kleines Schmankerl zu diesem Motor: wie wir später noch feststellten, war der Schaft (das ist das Motorteil mit der Schraube dran) auch kurz davor, auf Tauchstation zu gehen… Die Sache war Gerd auch ziemlich peinlich, er bat uns, nicht davon zu erzählen. Nun, ich erzähle ja nicht davon, Franzi wird es bezeugen ;-)

Donnerstag, 22. Juni 2006

Jagdeindrücke und Anglerlatein – I

Einsortiert unter: Norwegen — heikounterwegs @ 22:38

Angeln und Fisch fangen. Unser erklärtes Ziel, na klar. Aber nicht von der Gier getrieben, soviel wie möglich in die Truhe zu bekommen und dabei alles, was am Haken ist und wie Fisch aussieht, gnadenlos zu verhaften. Doch dazu später noch mehr.

Schon als wir am Himmelfahrts-Donnerstag ankamen, konnte es uns nicht schnell genug gehen, nach zwei Jahren endlich wieder aufs Meer hinauszufahren. Unsere Vorfreue erhielt aber gleich einen Dämpfer. Gerd, der, von dem ich noch berichte,jd520105.JPG erzählte uns gleich, dass zur Zeit nicht viel Fisch da sei und im allgemeinen für diese Jahreszeit viel zu wenig gefangen werde. War uns aber egal, dass der Fisch nämlich nicht von allein ins Boot springt, war uns vorher klar. Am Donnnerstag dann also noch eine kurze Einweisung in die Handhabung der Boote, dann die Ruten aufgebaut und ab, die erste Runde um den Block gedreht. Ein wenig Seelachs haben wir an diesem Abend noch gefangen, Denner hatte gleich einen ordentlichen 70er Dorsch. Fisch war also da. Am Freitag sollte sowieso erst die Einweisung durch einen Guide vor Ort erfolgen, dann musste es ja noch besser werden – dachten wir.

Nun ist es noch mal Zeit, auf meinen Post “Norwegenträume” zu verweisen, denn auch am Freitag wurde uns gesagt, dass es wenig Fisch gäbe und viel Glück dazu gehören würde, ordentliche Fänge zu erreichen. Wir erhielten Tipps für gute Fangplätze sowie Erläuterungen zu den gängigen Montagen und waren fortan auf uns allein gestellt. Es ist natürlich klar, dass wir mit Seekarten und Echoloten ausgerüstet waren – versteht sich. Doch an die Stellen, wo der wirklich große Fisch (z.B. Großleng) gefangen wird, wären wir mit unseren Booten nie hingekommen. Also waren wir auf den Fisch angewiesen, der mehr oder weniger vor unserer Haustüre herumschwamm. Und wenn dort kein Fisch ist (dafür kann und soll auch niemand verantwortlich gemacht werden!), dann sieht es am Abend in der Fischkiste gespenstisch leer aus, das ist nun mal Realität. Leider ist das eben die Realität, die ich und wir in einschlägigen Zeitschriften vermissen!

…Teil II folgt…

 

Sonntag, 11. Juni 2006

Reisegruppe Ungelenk

Einsortiert unter: Norwegen — heikounterwegs @ 21:07

Wie ich bereits erwähnte, ist Vingvagen das Ziel vieler Angler. Deshalb ist man dort auch nicht allein – nein, als wir dort waren, versuchten auch noch Andere, an den leckeren Fisch zu kommen. Natürlich auch in Gruppen angereist kamen sie aus den verschiedensten Ecken Deutschlands, eine Mannschaft hatte sich gar aus Österreich auf den Weg gemacht. Ja, und unter diesen Leuten befanden sich eben auch die “Reisegruppe Ungelenk”. Vier Männer aus der Gegend – nein nein, das schreibe ich hier mal nicht, sonst denkt noch jemand, ich wäre voreingenommen… Also vier Männer, so im besten Nicht-mehr-lange-bis-zur-Rente-Alter, die im ersten Moment auch so aussahen, als hätten sie Hochsee- und Norwegenerfahrung. Doch weit gefehlt. Ihr Meisterstück lieferten zwei von ihnen ab, als sie versuchten, mit ihrem Boot in den Hafen zu fahren: Zuerst lamentierte einer herum, er könne machen was er wolle, das Boot ließe sich nicht lenken!! Was er im Kahn veranstaltete, hatte aber wirklich nichts mit Boot fahren zu tun. Ergo, unfähig! Der neugierige Leser mag jetzt meinen, ich urteile ziemlich hart, doch die beiden kramten noch gehörig in der Trickkiste! Den Moter viel zu früh ausgemacht, versuchten Sie nun, irgendwie an den Bootssteg zu gelangen. Und wie? Na klar, mit den Riemen. Pech nur, dass sie diese nicht so bedienten, dass auch ein sicht- und vor allem brauchbares Ergebnis dabei herauskam. Was jetzt folgte, war irgendwie aberwitzig und ist schwer zu beschreiben. Einer der beiden versuchte, den Motor per Reißleine zu starten, klappte aber nicht. Es stellte sich im Nachhinein heraus, dass das NIE etwas geworden wäre, weil er das Zündkabel unterbrochen hatte. Der Andere, der nicht rudern konnte, badete die Riemen und hoffte dabei, irgendwie an den Bootssteg zu gelangen. Und wir Sieben haben zugesehen und uns köstlich amüsiert. Irgendwie haben Sie es dann doch geschafft, ich weiß nicht wie.

Der absolute Oberhammer war aber, dass Jens sie ertappte, wie sie Babydorsche so um die 20 cm filetierten. Wie er uns später erzählte, hat er ihnen in ziemlich dorschem, ähhh barschem Ton mal erklärt, dass Dorsche in Norwegen ein Schonmaß von 47 cm haben und dabei nur in ungläubige Gesichter gestarrt. Noch irgendwelche Fragen? Ich hoffe, die lassen sich nie mehr in Norge blicken.

Freitag, 9. Juni 2006

Zollbestimmungen…

Einsortiert unter: Norwegen — heikounterwegs @ 20:35

…für Norwegen. Die sind ziemlich krass. Vor allem, wenn es um Naschkram geht. Schaut mal auf den Link!

http://www.toll.no/templates_TAD/Article.aspx?id=104137&epslanguage=NO#aus

Hatte ich schon erwähnt, dass wir über Himmelfahrt unterwegs waren? :-)

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